Unser erster Medienbericht in den Freiburger Nachrichten.

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Auszug aus den Freiburger Nachrichten vom 16. August 2018:

BRÜNISRIED Die Erfolgsgeschichte begann an einer 1.-August- Feier vor drei Jahren: Damals fassten die beiden Tentlinger Christian Scheuber und Roger Egger zu später Stunde den Entschluss, ein eigenes Geschäft für bestickte Hüte – sogenannte Snapback Caps – aufzubauen.«Wir waren selbst seit jeher grosse Cap-Liebhaber und wollten diese Leidenschaft zu einem Geschäft machen», erinnert sich Roger Egger im Gespräch mit den FN. «Nach Reisen in die USA waren wir fasziniert vom riesigen Angebot, das dort für solche Hüte besteht», sagt Christian Scheuber. «In der Schweiz gab es so etwas nicht. Das wollten wir ändern.» Mithilfe einer industriellen Stickmaschine, eines dazu passenden Computerprogramms und jeder Menge Faden richteten sich die beiden im Keller eines Wohnhauses in Brünisried ihr eigenes Atelier ein und fingen an, ihre Hutkreationen an den Mann zu bringen. Dafür gründeten sie den Verein «Embroidery Atelier», zu Deutsch: Stick-Atelier. Drei Jahre später haben die beiden bereits rund 4000 Hüte verkauft (siehe Kasten). «Unser Geschäft läuft sehr gut, auch wenn wir die Hüte bisher nie im grossen Stil vertrieben haben», sagt Egger. «Unsere Verkaufsstrategie ist die Mund-Propaganda», fügt Scheuber an. Zu den häufigsten Kunden, die sich ihren ganz eigenen Hut designen lassen, gehören Vereine und KMU aus der Region. «Unsere Kunden schätzen bei uns vor allem die persönliche Beratung und die Individualisierung des Produktes», erklärt Egger. «Bei uns ist jeder Hut einzigartig.»

Dass es heute im Internet eine ganze Reihe von ähnlichen Anbietern gibt, schreckt die beiden in keiner Form ab. Sie sind überzeugt, trotz etwas höheren Preisen konkurrenzfähig zubleiben. «Unser Angebot können die grossen Anbieter im Netz nicht so leicht ersetzen», sagt Scheuber. Denn es gehe den Kunden oft auch darum, ein lokales Unternehmen zu unterstützen. «Ich glaube, dass gerade in Zeiten des Internets das Bedürfnis nach persönlichem Kontakt mit dem Hersteller grösser wird», zeigt sich Egger überzeugt. «Gegen unsere Qualität und unseren Service kommt die Massenware aus China nicht an», betont Scheuber. Das liege auch daran, dass die Konkurrenz oft nur Grossbestellungen ermögliche. «Wir nehmen auch Kleinstbestellungen an. Wer will, kann auch nur einen einzigen Hut mit einem persönlichen Motiv bestellen», sagt Scheuber. Ausserdem hätten die beiden zum Beispiel auch schon Hüte für Familienfeste und Geburtstagsfeiern entworfen. Was als Hobby begann, nimmt für die beiden Hutmacher mittlerweile ziemlich viel Zeit in Anspruch. «Wir sind fast jeden Tag nach Feierabend ein oder zwei Stunden im Atelier», sagt Egger. Unlängst seien auch schon grössere Bestellungen aus dem Ausland eingetrudelt. Weil das Geschäft so gut läuft, wollen die beiden ihr Angebot nun ausweiten und vor allem im Internet aktiver werden. «Wir möchten bald schon, dass die Kunden direkt im Netz bestellen können», so Scheuber. Die Website mit Online-Shop ist dazu aktuell im Aufbau. Scheuber und Egger können sich zudem vorstellen, aus ihrem Hobby dereinst einen Beruf zu machen. «Es wäre toll, wenn wir in Zukunft davon leben könnten», sagt Egger, «das wäre unser grosser Traum.»

Geschrieben von Louis Riedo

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